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Dienstag, 28. Juni 2016

What if you could lose your memory?



Inspiriert von diesem Lied fiel mir gerade dieser Blog-Titel ein und ich schreibe einfach drauf los.
https://www.youtube.com/watch?v=Ffp5vPyU2cI


Was wäre, wenn du deine Erinnerung verlieren könntest?
Wie viele von uns halten ewig an Altem fest und fallen in Flashbacks, Körpererinnerungen, Depressionen?

Was wäre, wenn ich dir sage, dass all das nicht mehr nötig ist, wenn du wählst, dass du es nicht mehr möchtest? Wenn du es wirklich und zu 100% wählst?

Ich habe diese Wahl getroffen und es geht mir besser, als jemals in meinem Leben.
Manch einer mag jetzt denken "Ach, die hat bestimmt auch nicht das erlebt, was ich erlebt habe."
Das mag sein. Ich war noch nie ein Fan von Diagnosen zählen, auch in den Kliniken habe ich das als geschmacklos und fehl am Platz bewertet, denn jedem Menschen geht es auf seine eigene Art und Weise schlecht, ob er jetzt 5 Diagnosen oder 1 Diagnose hat oder in gar keine Diagnose "passt", weil irgendwelche Ärzte meinen, die Anzahl der Symptome stimme nicht.

In meinem Inneren wusste ich schon länger, dass ich aussteigen kann und dass ich dieses fremdbestimmte Leben, wie es mir damals vorkam, nicht mehr leben wollte.
Und trotzdem hielt ich fest. Ich hielt fest am Drama, ich hielt fest an dieser Art, anders zu sein.
Ich mochte, dass ich Vieles durch die Vergangenheit begründen konnte. Ich mochte, dass ich etwas Besonderes war, dass Menschen meine Fortschritte sahen, die sie nicht gesehen hätten, wenn sie meine Vergangenheit nicht zumindest an meinen Narben ablesen konnten. Ich mochte, dass ich meine Augenringe mit Albträumen und Flashbacks erklären konnte und dass niemand von mir verlangte, dass ich mein Studium zur "richtigen Zeit" abschließe, weil sie es als große Leistung anerkannten, dass ich überhaupt studierte.

Und dann kam der Tag, als ich raus ging, als ich meine Angst hinter mir ließ und mich öffentlich, auf einer Bühne, zeigte. Das war der Tag, der viel veränderte. Das heißt nicht, dass ich von jetzt auf gleich keine Flashbacks mehr hatte oder sich mein Leben von Regen zu Konfetti wandelte.
Ich gab mir selbst die Chance für Veränderung. Der Raum, den ich dadurch erschaffte, gab mir Möglichkeiten, die ich für mich selbst schon längst abgeschrieben hatte.
Ein paar Monate später arbeitete ich mit einem Coach, der mir bewusst machte, dass ICH, also mein unendliches Wesen, niemals einen einzigen Kratzer in meiner Vergangenheit abbekommen hatte.
ICH wurde nie verletzt. Mein Körper hat schlimme Dinge erlebt und ICH bin unangetastet davon gekommen.

UND DAS WAR DER ZEITPUNKT, AN DEM ICH DIE BEWUSSTE WAHL TRAF,
MEINE VERGANGENHEIT HINTER MIR ZU LASSEN.



Es fühlt sich leicht an. Jeden Tag stehe ich auf und WEISS, dass ich die Wahl habe, meinen Tag so zu gestalten, dass er mir alle Möglichkeiten bietet, die ich haben möchte.

Ich schlafe immer noch manchmal schlecht. Entweder rede ich dann mit jemandem darüber oder auch nicht. Denn in der Sekunde, in der ich aufwache, bin ich in der Realität und treffe die bewusste Wahl, wie ich damit umgehe. Nämlich, indem ich den Traum nicht signifikant mache.
Ich habe immer noch manche Trigger, die mich abdriften lassen in Vergangenes. Und ich merke es und treffe bewusst die Wahl, nicht abzurutschen, sondern im JETZT zu sein. Mein unendliches Wesen, mein ICH, ist nicht angetastet und es ist MIR nichts passiert. Wozu also abrutschen in Höllenqualen, in Erbrechen, in Ohnmacht, in Schwindel? Ich brauche das nicht und ich wähle das nicht für mich.

Es fühlt sich leicht an, dass ich frei bin.
Es fühlt sich leicht an, dass mein Buch, meine Vergangenheit (TW)veröffentlicht wurde (siehe letzter Post) und die Welt Zugang dazu hat. Wer weiß, wer dadurch inspiriert seine eigenen Wahlen trifft?
Es fühlt sich leicht an, diesen Post mit euch zu teilen und von Wahlen zu sprechen.

Eine Wahl zu treffen kann sich schwer anfühlen, ist aber im Grunde immer leicht.
Eine Wahl zu treffen kann die Wahl für dich selbst sein, wenn du es wählst.

Ich muss meine Vergangenheit nicht verlieren. UND es ist möglich, sie als das anzuerkennen, was sie war und ist und bewusst im JETZT zu sein und sich nicht davon beeinflussen zu lassen.

Nach der Nacht kommt der Tag. Nach der Dunkelheit kommt das Licht.
Wir sind jetzt. Wir sind wir. Wir sind frei. Es ist eine Wahl.


Alles Liebe für euch,
Feli



Dienstag, 29. März 2016

Fliegst du frei?



Ihr Lieben,

wie geht es euch?
Öfter habe ich an die Eine oder Andere gedacht und habe mich nicht in der Lage gefühlt, hier zu schreiben. Ich war sehr krank und habe es überstanden und jetzt geht es mir besser denn je (:
Danke an Alle, die mit ihren Gedanken vielleicht ab und zu bei mir waren und für die guten Wünsche zu Weihnachten!

Jetzt ist schon Ostern und ich frage mich manchmal, wo die Zeit geblieben ist (:
Es ist so viel, so viel, was passiert, was nicht passiert, mal mehr, mal weniger, mal ein wenig mehr und dann wieder nichts.
Und ich gehe mit der Zeit, ich tanze mit der Zeit, manchmal fliege ich auch und es ist gut und es ist.

Ich fliege nicht gefangen. Ich fliege frei.
Fliegst du auch frei?

Sitzt du manchmal so da und wünschst dir, dass sich etwas ändert?
Was wünschst du dir? Und was ist der erste Schritt, den du gehen/tanzen/fliegen kannst, damit dein Wunsch in Erfüllung gehen kann?
Möchtest du mir davon schreiben?

Ich lasse euch einen Hauch Leichtigkeit da, eine Blume, die überall kleine Ableger verteilt, um Energie und Freude in die Welt zu bringen.




Dienstag, 8. Dezember 2015

Leichtigkeit



Was wäre, wenn alles im Leben eine WAHL wäre?

Was wäre, wenn du heute wählst, dass HEUTE ist?

Was wäre, wenn du deine Vergangenheit AKZEPTIERST, als das, was sie ist?

Was wäre, wenn du heute beschließt, DICH zu wählen?

Was wäre, wenn die Meinung der anderen Menschen egal wäre, weil du DU bist?

Was wäre, wenn heute, der 08. Dezember 2015, der Tag ist, an dem du NEU startest?

Was wäre, wenn du jede SEKUNDE neu dich selbst wählen kannst?

Was wäre, wenn dein SEIN schon ausreicht?

Was wäre, wenn du GERNE bist?

...


Sonntag, 20. September 2015

But you and I know what this world can do




Feli:
"Ach Liebes. Egal was passiert: Wir sind frei. Einfach frei. Was könnte schon passieren, das uns zerstört, solange wir frei sind. Und wir haben so liebe Menschen in unserer Nähe, die uns ans Atmen erinnern, wenn wir es vergessen.
Und wir schaffen es jeden Tag, aufzustehen, zu atmen, selbstständig zu sein. Wir lassen uns nach jedem Rückschlag selbst auferstehen und kommen zurecht. Wer hätte das jemals 2011 gedacht."

Ja:
"Oh...danke. Danke für diese Erinnerung. Und du hast Recht! Du hast so Recht. Ich vergesse es oft."

Feli:
"Du erinnerst mich durch deine Art auch immer wieder daran. Ich bin so dankbar."




Gi:
"Fühl dich geborgen, beschützt... Wir sorgen für dich!!
Du bist lieb. Weißt du eigentlich, wie sehr DU andere Menschen bereicherst? Sogar durch deinen Schmerz. Der macht dich so empathisch. Du spürst förmlich in andere Herzen und Seelen hinein und gibst ihnen Zartheit und Wärme zurück. :* "




Feli:
"Du bist nicht alleine.
Du bist ein wunderbarer Mensch.
Du kannst Alles schaffen, was du dir vornimmst."

Ni:
"Ich kann nicht sagen, wie gut mir das tut, das zu lesen. Du hast meine Zeit so wunderbar gemacht. Ich liebe dich so viel... Ich werde das immer und immer wieder lesen, so dass ich nicht vergesse. KUSS!!!!!!"

.
.
.


Menschen in meinem Leben sind
Menschen in meinem Herzen sind
Menschen auf meinem Weg sind
Menschen, die meine Welt bedeuten.


... ich bin so unendlich dankbar.

Montag, 4. Mai 2015

Leben ist jetzt, Leben ist hier.




Somebody tell me
Have I just wasted a lifetime?
Show me some hope
God it's so cold
Throw me a lifeline
(Anastacia)



In Gedanken werfe ich euch Allen ein Seil zu, damit ihr euch aus den Erinnerungen, den negativen Gefühlen und allem Belastenden herausziehen könnt.
Ihr könnt das schaffen, daran glaube ich fest.



Wir können jetzt LEBEN, wenn wir wollen.
Im grünen Gras liegen.
Die Halme unter unseren Händen spüren.
Fühlen.
Mit dem Boden verankern.
Wir sind hier.
Gänseblümchen schwanken im Wind.
Sie richten sich immer wieder auf.
Genau wie wir.
Der Sturm wirft uns manchmal um.
Wir stehen wieder auf.
Musik hören.
Auf den Tönen davon schweben.
Ohne sich selbst zu verlieren.
Sanft umarmen lassen von Melodien.
Die Sonne kitzelt an der Nase.
Die Wimpern schimmern beim Hochgucken.
Den Vögeln lauschen.
Mit ihnen ein Lied summen.
Die Erde trägt uns.
Wir sind es wert,
Atmen.
Wir sind lebendig.
Wir sind.
Und das ist gut so.



Montag, 20. April 2015

'Cause my heart it ain't that broken



https://www.youtube.com/watch?v=z4RUTqp9330


Vielleicht ist es manchmal gar nicht so schlimm, wie wir denken.
Wenn wir die Augen aufmachen.
Wenn wir die Sonne sehen.
Wenn unsere Mundwinkel sich vom Lächeln nach oben ziehen.
Wenn wir ein paar vorsichtige Tanzschritte zur Musik machen, bevor sich die Spannung löst und wir befreit tanzen.



Ich denke an euch, obwohl ich nicht viel schreibe. Momentan bin ich viel draußen und genieße das Leben. Das echte Leben. Es ist da. Und ich bin Teil davon.
(:


Achlys, hast du inzwischen ein Einhorn gesehen oder ist dir etwas anderes Hilfreiches begegnet?

Alaska, haben die Wellen sich beruhigt und gelingt es dir, eine Wattwanderung zu machen?

Anna, wie gelingt es dir, deine Dämonen zu besiegen und welcher Satz von einem Patienten hat dich zuletzt nachdenklich gemacht?

Aryadne, wie sind deine Nächte momentan und wie gelingt es dir, die Kleine zu beruhigen?

Belle, in welchem Moment hast du zuletzt das Licht gesehen?

Clara, wie fühlst du dich in deinem Schweigen und was gibt dir Halt, damit du nicht fällst?

Emaschi, geht es deinen Knien besser und hast du Hilfe von jemandem?

Emilia, welche Musik berührt dich momentan und wie gelingt es dir, deinen Essplan einzuhalten?

Emma, wie geht es dir inzwischen mit der neu aufgewühlten Erinnerung und wie achtest du bzgl. Essen auf dich?

Franzi, welches Kompliment an dich hat dir in der letzten Zeit am meisten Kraft gegeben?

Kathi, wie fühlst du dich mit dem Gedanken an die Therapie und was war dein letztes schönes Erlebnis?

K., welche Situation hat dir zuletzt gut getan und wie kannst du das Gefühl wieder herstellen?

Lia, wie genießt du deine Zeit und ist Helly noch bei dir?

Lilly, welches Foto (von dir) gibt dir ein positives Gefühl?

Liv, was fasziniert dich am meisten am Leben und was ist dein größter Traum, für den es sich lohnt, zu kämpfen?

Lovely, was tust du im Moment, um das Leben lieben zu lernen?

Mania, was gibt dir Kraft und Hoffnung?

Mira, welches deiner Worte magst du am liebsten ausgesprochen hören?

Nina, welche Blume hast du zuletzt bei einem Spaziergang mit dem Fellmonster entdeckt, die dich begeistert hat?

Sam, welcher selbst verfasste Satz von dir gefällt dir am Besten?

Sirène, wo findest du einen Sonnenstrahl für dich und wie nutzt du ihn?

Stäubchen, wohin bist du verschwunden und wie geht es dir?


Dienstag, 31. März 2015

Für Emma*



Ach und könnt' ich doch
Nur ein einz'ges Mal
Die Uhren rückwärts dreh'n
Denn wie viel von dem,
was ich heute weiß,
hätt' ich lieber nie geseh'n

[...]

Dein Leben dreht sich nur im Kreis
So voll von weggeworf'ner Zeit

Und deine Träume schiebst du endlos vor dir her
Du willst doch leben irgendwann,

doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her


Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es geht kein Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh'n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh'n


https://www.youtube.com/watch?v=icUC32-0WuY



* und Alle, die sich angesprochen fühlen möchten.

Sonntag, 22. März 2015

Du brauchst ein Lied, das dich begleitet



Für Achlys: "Dare to believe" https://www.youtube.com/watch?v=sxAcw1Nxffg


Für Alaska: "Shake it out" https://www.youtube.com/watch?v=Gj-ntawOBw4


Für Anna: "What hold" https://www.youtube.com/watch?v=m9-fP3PeZ_0


Für Aryadne: "I see you" https://www.youtube.com/watch?v=3YDz-ftqr1g


Für Belle: " A thousand years" https://www.youtube.com/watch?v=rtOvBOTyX00


Für Clara: "Storm" https://www.youtube.com/watch?v=5KiD-QXyuQM


Für Emaschi: "Snows of New York" https://www.youtube.com/watch?v=DGGJbwmhIZ8


Für Emilia: "Iris" https://www.youtube.com/watch?v=B8UeeIAJ0a0


Für Emma: "Make believe" https://www.youtube.com/watch?v=W_OyIRttxzo


Für Franzi: "Turning tables" https://www.youtube.com/watch?v=dx7sLNyIeQk


Für Kathi: "Bad day" https://www.youtube.com/watch?v=H-aNEIsbkM8


Für Lia: "Free at last" https://www.youtube.com/watch?v=mLWbR4hHzCo


Für Liv: "Shadowland" https://www.youtube.com/watch?v=OPJqaxkBRro


Für Lovely: "Stand in the rain" https://www.youtube.com/watch?v=LhcnrJvwwPo


Für Mira: "Brave" https://www.youtube.com/watch?v=KmUIV08p-Qg


Für Nina: "Exile" https://www.youtube.com/watch?v=7AensT8ntoY


Für Sam: "Let me sleep in your arms" https://www.youtube.com/watch?v=kyD7tsDBTbA


Für Sirène: "You are not alone" https://www.youtube.com/watch?v=PfE-7_i7a7o


Für Stäubchen: "What are you waiting for" https://www.youtube.com/watch?v=6ARi3Z0zb4s


You may fall but I swear that I'll help you believe.
And it's hard to dance with a devil on your back so shake him off.
I would bend these bars that hold you.
My light in darkness breathing hope of new life.
All of my doubt suddenly goes away somehow.
And I will walk on water and you will catch me if I fall.
There are those who fight for the things they believe.
When everything's made to be broken I just want you to know who I am.
Oh, make believe in miracles, my friends.
Standing on my own two feet.
You know that you could be well oh that strong.
We won't be looking back, we'll be free at last.
Though it may take you so far away always remember your pride.
And one day what's lost can be found.
Don't run, just stop holding your tongue.
I will sail home to you.
Let me breathe, this clean bright light surrounding you.
Though we're far apart you're always in my heart.
You're only living once so tell me: What are you, what are you waiting for?



Sonntag, 1. März 2015

Kümmern sich die Sterne darum, wenn man für sie Musik macht?



Für Achlys





Für Alaska





Für Anna




Für Aryadne






Für Belle





Für Clara






Für Emaschi

                                    




                                                        Für Emilia





Für Emma






Für Kathi





Für Liv





Für Lovely





 Für Mira





Für Nina






Für Sam





                                                               Für Sirène

                                   







Mittwoch, 25. Februar 2015

Eine Hand fängt dich auf





Viele von uns haben Albträume.
Das Gefühl, zu fallen und zu fallen und dann erschreckt hochzuzucken.
Schreckliche Bilder, die so real scheinen, verwirrtes Blinzeln, was ist Wirklichkeit und was sind Reste des Traums, blindes Tasten nach der Gegenwart, wer hält uns bloß?
Wer hält uns bloß, bevor wir auf dem Boden aufkommen? Und womöglich nie wieder aus unserem Kerker dort unten herauskommen?

.
.
.

Eine/n gibt es, der uns hält. Vielleicht sind wir ihr oder ihm noch nicht begegnet, aber mindestens ein Lebewesen auf der Welt möchte uns auffangen, bevor wir aufprallen.

"Ich bin für dich da."
"Meine Hände halten deine Hände."
"Spürst du, wie ich dich beschützend und geborgen halte?"





Vielleicht hattest wir als Kind manchmal Angst, was passiert, wenn Gott es nicht will.
Vielleicht wollten Menschen uns einreden, dass Gott es nicht will, wenn wir uns nicht auf eine bestimmte Art verhalten.

Vielleicht bitten wir Gott heute manchmal selbst darum, dass er nicht will, dass wir geweckt werden.
Vielleicht glauben wir nicht an Gott und wünschen uns trotzdem, dass wir nicht wieder aufwachen.

.
.
.

Die Nacht hat nur so viel Schrecken, wie wir bereit sind, ihr zuzugestehen.




In Gedanken singe ich das Lied für euch. Ihr sollt behütet sein.
Alles Liebe.


*Detlef Jöcker

Montag, 2. Februar 2015

Für Anna


Mit der Traurigkeit in sich selbst ankommen...
... das ist einfach eine wunderschöne Aussage. 

Ich denke grade an einen schwarzen Schmetterling, der sich als Träne aus meinem traurigen Auge fallen lässt. Er fliegt hoch, weit weg und die Traurigkeit wird dadurch immer weiter verdrängt.
Ich fliege mit ihm, schwebe über meinen Gefühlen, dränge sie weg und gestehe sie mir nicht ein.
Der Schmetterling wird immer schwächer und irgendwann fällt er ins Nichts.
Ich irre durch die Straßen, ähnlich schwach wie der Schmetterling und suche nach mir selbst, doch da ist nichts zu finden, nur verdrängte Gefühle, benommene Existenz, fliehende Erinnerung.
Aber eines Tages stolpere ich, falle hin und bleibe liegen. Lange Zeit. Ich schließe die Augen und gebe mich der Dunkelheit hin.
Als ich die Augen nach einigen Schneestürmen, Lawinen und Tornados wieder öffne, liegt direkt vor mir der Schmetterling. Sein einer Flügel ist gebrochen, seine Fühler zittern schwach im Wind und seine Farben sind verblasst.
Langsam setze ich mich auf, schaue den Schmetterling eine Weile an und nehme ihn dann behutsam in meine Hand. Er schaut nicht zu mir, er ist geknickt, beinahe zerbrochen. Ich lege schützend meine andere Hand über ihn, damit er nicht fort geweht wird und verharre in dieser Position.
Es vergehen Stunden und Tage. Ich schütze ihn vor Wind und Wetter und reiche ihm Regenwasser aus der Pfütze, in der ich knie.
Nach einiger Zeit spüre ich, wie sich der Schmetterling auf meiner Hand bewegt. Ein vorsichtiges Spannen der Flügel.
Ich sehe ihn an. Liebevoll, achtsam.
Ein Schaudern durchläuft seinen hauchzarten Körper, ein erneutes Zucken der Flügel zeigt mir, dass sein kaputter Flügel verheilt ist.
Und während der Schmetterling mir zaghaft seine lebensflammenden Augen zuwendet, gewinnt er all seine verlorenen Farben zurück und ich weiß
- wir sind für immer vereint, zusammen als Gefährten auf dem Weg Richtung Heimat.

Samstag, 31. Januar 2015

Für Ariadne, Achlys und alle Anderen







Liebe Ariadne,
erinnerst du dich, dass ich dir von dem Buch erzählt habe?
Hier ist der Ausschnitt des Titels.
Ich musste sofort an dich denken.
Wie passend auch dein Post ist - "aber ich kann mich jetzt wieder an mir selbst festhalten."
Du kannst so stolz auf dich sein.





















Liebe Achlys,

das habe ich gesehen und für dich fotografiert, weil es mich an dich erinnert hat.
Du darfst immer Nein sagen und ich wünsche dir, dass es gehört wird.
Du bist wertvoll.



Für alle Anderen - es stimmt wirklich. Selbst ein kleines Lächeln, kaum sichtbar, bewirkt eine Besserung.
"Leichtes Lächeln" wurde diese Übung in der Klinik genannt.
Ich wünsche euch ein Lachen, ein Grinsen, ein leichtes Lächeln, wenigstens ein Lachgesicht auf eurem Notizblock.

(:

Dienstag, 13. Januar 2015

DIS - Wo hilft man uns?

Es gibt zu wenig Information, wo Hilfe zu finden ist.
Dabei haben all die verlorenen Seelen hier Hilfe verdient.
Hier eine Liste der Kliniken in Deutschland, die sich mit der Behandlung auszukennen scheinen.

- http://www.sanatorium-barner.de/trauma-ptbs
Zusätzlich gut: Man kann auch als gesetzlich versicherte Person die Kostenübernahme beantragen, mit dem Argument, dass man dort keine Wartezeit hat (siehe "Kostenträger").
Die Therapien scheinen sehr vielfältig zu sein, Kurzzeitkrisenintervention ist möglich.

- http://www.hohemark.de/leistungen-angebote/abteilungen-behandlungsangebote/psychotherapie-und-psychosomatik/
+ https://www.hohemark.de/leistungen-angebote/abteilungen-behandlungsangebote/allgemeine-psychiatrie-und-psychotherapie/
Alle gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Traumata und Essstörungen haben eigene Stationen.

http://www.wicker-klinik.de/fachabteilung-fuer-traumatherapie.html
DIS ist sogar in den Fachbereichen aufgezählt. Es gibt eine reine Frauenstation mit ebenfalls weiblichen Behandlern (wie sinnvoll das ist, sei dahin gestellt).

http://www.wahrendorff.de/unsere-einrichtungen/kliniken/traumazentrum/wer-wir-sind/
Seite ist sehr "verständnisvoll" aufgebaut, sie scheinen mit nicht zu viel Druck zu arbeiten (Zitat: "Voraussetzung für die evtl. Bearbeitung eines Traumas in einem zweiten Therapieabschnitt ist, dass die Patienten gelernt haben, emotionale Krisen, Spannungszustände und Dissoziationen durch die gelernten Fähigkeiten selbst zu regulieren.")
Man scheint nicht sofort rauszufliegen bei Problemverhalten/Suizidversuchen.
Süß: Auf der Seite ist die Nummer eines kostenlosen Sorgentelefons angegeben (:
"Kosten für die Behandlung trägt Ihre Krankenkasse."

http://www.rhein-klinik.de/patienten/abteilungen-konzepte/abteilung-1.html
Bei "Behandlung im Einzelnen: Trauma" steht noch mehr Information. Ganzheitliche Arbeit hört sich sinnvoll und gut durchdacht an.
Eine der Gruppen wird nur für Frauen angeboten.
Gesetzliche Krankenkasse zahlt den Aufenthalt.

http://www.helios-kliniken.de/klinik/pulsnitz-klinik-schwedenstein/ihr-klinikaufenthalt/allgemeine-informationen.html
Nur für Privatpatienten (Kostenübernahme beantragen ist natürlich trotzdem möglich).
Arbeiten hauptsächlich mit Gruppen.
Kontraindikation bei akuten Psychosen.


... Hilfe verdient hat jede verlorene Seele hier. Gebt euch nicht auf, ihr seid es wert.

Samstag, 3. Januar 2015

An Ariadne

Liebe Ariadne,

ich kann nicht kommentieren unter deinem letzten Post, weil dann eine Fehlermeldung angezeigt wird.
Aber deine Gedanken nehmen mich mit auf eine Reise und wirbeln so viel los, dass ich dir unbedingt schreiben möchte. Vielleicht liest du es ja irgendwann.
Hier ist ein Lied für dich, was mir gerade durch den Kopf geht. Hilft dir Musik manchmal?

We don't eat


"Two thousand years, I've been in that water
Two thousand years, sunk like a stone
Desperately reaching for nets
That the fishermen have thrown
Trying to find a little bit of hope"

Diese Textstelle ist so wunderschön.
Weißt du, genau so, wie du gesunken bist, wirst du auch wieder hochkommen. Die Stimmen werden leiser, du wirst immer mehr Selbstbestimmung erlangen, immer besser klarkommen mit den Erinnerungen.
Ich weiß, es ist so schmerzhaft und gerade helfen wahrscheinlich keine Worte.
Atme. Sei es dir wert.
Ich kenne dich nicht, aber du bist wertvoll.

Alles Liebe.
Feli

Dienstag, 30. Dezember 2014

An Kian

Kian.
Du bist du. Du lebst. Du fühlst dich vielleicht schwach, aber du bist es nicht.
Diese Gedanken sollen raus aus deinem Kopf, das ist richtig. Denn sie arbeiten gegen dich.
Ich weiß nicht, wie du dich fühlst, weil ich nicht du bin. Aber ich hatte ähnliche Gedanken, war am Tiefpunkt, war verzweifelt. Und jetzt ist es besser. 3 Jahre später kann ich sagen, dass das Leben Momente bietet, die sich lebenswert und gut anfühlen. Es ist nicht "alles" verarbeitet, das steht noch bevor. Aber es hat Sinn gemacht, dass ich hier geblieben bin. Denn sonst hätte ich keinen Ausgleich gefunden für all die Jahre des Schmerzes, für all die panischen Momente, für all die Begegnungen, die mich einen Schritt näher zum Abgrund gestoßen haben.
Halte durch, wenn du möchtest. Du kannst es schaffen.
Feli

Schreiben




Ich möchte Kommentare schreiben.
Eure Gedanken treffen mich, eure Worte berühren mich, ich möchte darauf eingehen können.
Gefühle sind nur so groß, wie wir sie wachsen lassen.