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Freitag, 23. September 2016

... und ich machte den ersten Schritt



(damals)
Und glaub mir, gäbe es einen Weg raus aus Allem, ich würde den ersten Schritt machen.
Trotz all der Sorge, trotz der siebenhundert Gewichte rings um meinen Körper, trotz der siebentausend ungeweinten Tränen, trotz all der Fallen am Wegesrand, die mich in den Abgrund zerren wollen.
Gäbe es eine Möglichkeit, meinen Worten Laut zu geben, glaub mir, sie kämen mit einer solchen Kraft aus meiner Seele, dass mein Echo noch Tage später zu hören wäre.
Wären meine Beine nicht so unendlich schwer und hätten sie mir das Dornenkreuz nicht mitten in den Körper gerammt, glaub mir, ich würde so schnell fliehen, dass mir Flügel wüchsen, die sich so weit entspannten, dass ich innerhalb von Sekunden weit, weit oben wäre.
Und wäre der Hauch einer Wahrscheinlichkeit gegeben, dir noch einmal vorher meine Hand reichen zu können, glaub mir, ich würde all meine Teile zusammenraffen, sie aneinanderreihen und mich so weit zu dir lehnen, dass wenigstens meine Fingerspitzen dir mit all meiner Liebe Lebewohl sagen könnten.
Glaub mir, ich würde den Weg durchs Feuer antreten, mit dem letzten Rest selbsterhaltendem Stolz, der mir geblieben ist, denn mir ist mehr als bewusst, dass es die einzige und letzte Chance ist, mein Herz wiederzufinden.


(heute)
und ich ging durchs Feuer
ich tanzte im Regen
ich weine
und lache
lebendig



Ich lebe.
Obwohl ... oder gerade WEIL ich geredet habe.




Dienstag, 28. Juni 2016

What if you could lose your memory?



Inspiriert von diesem Lied fiel mir gerade dieser Blog-Titel ein und ich schreibe einfach drauf los.
https://www.youtube.com/watch?v=Ffp5vPyU2cI


Was wäre, wenn du deine Erinnerung verlieren könntest?
Wie viele von uns halten ewig an Altem fest und fallen in Flashbacks, Körpererinnerungen, Depressionen?

Was wäre, wenn ich dir sage, dass all das nicht mehr nötig ist, wenn du wählst, dass du es nicht mehr möchtest? Wenn du es wirklich und zu 100% wählst?

Ich habe diese Wahl getroffen und es geht mir besser, als jemals in meinem Leben.
Manch einer mag jetzt denken "Ach, die hat bestimmt auch nicht das erlebt, was ich erlebt habe."
Das mag sein. Ich war noch nie ein Fan von Diagnosen zählen, auch in den Kliniken habe ich das als geschmacklos und fehl am Platz bewertet, denn jedem Menschen geht es auf seine eigene Art und Weise schlecht, ob er jetzt 5 Diagnosen oder 1 Diagnose hat oder in gar keine Diagnose "passt", weil irgendwelche Ärzte meinen, die Anzahl der Symptome stimme nicht.

In meinem Inneren wusste ich schon länger, dass ich aussteigen kann und dass ich dieses fremdbestimmte Leben, wie es mir damals vorkam, nicht mehr leben wollte.
Und trotzdem hielt ich fest. Ich hielt fest am Drama, ich hielt fest an dieser Art, anders zu sein.
Ich mochte, dass ich Vieles durch die Vergangenheit begründen konnte. Ich mochte, dass ich etwas Besonderes war, dass Menschen meine Fortschritte sahen, die sie nicht gesehen hätten, wenn sie meine Vergangenheit nicht zumindest an meinen Narben ablesen konnten. Ich mochte, dass ich meine Augenringe mit Albträumen und Flashbacks erklären konnte und dass niemand von mir verlangte, dass ich mein Studium zur "richtigen Zeit" abschließe, weil sie es als große Leistung anerkannten, dass ich überhaupt studierte.

Und dann kam der Tag, als ich raus ging, als ich meine Angst hinter mir ließ und mich öffentlich, auf einer Bühne, zeigte. Das war der Tag, der viel veränderte. Das heißt nicht, dass ich von jetzt auf gleich keine Flashbacks mehr hatte oder sich mein Leben von Regen zu Konfetti wandelte.
Ich gab mir selbst die Chance für Veränderung. Der Raum, den ich dadurch erschaffte, gab mir Möglichkeiten, die ich für mich selbst schon längst abgeschrieben hatte.
Ein paar Monate später arbeitete ich mit einem Coach, der mir bewusst machte, dass ICH, also mein unendliches Wesen, niemals einen einzigen Kratzer in meiner Vergangenheit abbekommen hatte.
ICH wurde nie verletzt. Mein Körper hat schlimme Dinge erlebt und ICH bin unangetastet davon gekommen.

UND DAS WAR DER ZEITPUNKT, AN DEM ICH DIE BEWUSSTE WAHL TRAF,
MEINE VERGANGENHEIT HINTER MIR ZU LASSEN.



Es fühlt sich leicht an. Jeden Tag stehe ich auf und WEISS, dass ich die Wahl habe, meinen Tag so zu gestalten, dass er mir alle Möglichkeiten bietet, die ich haben möchte.

Ich schlafe immer noch manchmal schlecht. Entweder rede ich dann mit jemandem darüber oder auch nicht. Denn in der Sekunde, in der ich aufwache, bin ich in der Realität und treffe die bewusste Wahl, wie ich damit umgehe. Nämlich, indem ich den Traum nicht signifikant mache.
Ich habe immer noch manche Trigger, die mich abdriften lassen in Vergangenes. Und ich merke es und treffe bewusst die Wahl, nicht abzurutschen, sondern im JETZT zu sein. Mein unendliches Wesen, mein ICH, ist nicht angetastet und es ist MIR nichts passiert. Wozu also abrutschen in Höllenqualen, in Erbrechen, in Ohnmacht, in Schwindel? Ich brauche das nicht und ich wähle das nicht für mich.

Es fühlt sich leicht an, dass ich frei bin.
Es fühlt sich leicht an, dass mein Buch, meine Vergangenheit (TW)veröffentlicht wurde (siehe letzter Post) und die Welt Zugang dazu hat. Wer weiß, wer dadurch inspiriert seine eigenen Wahlen trifft?
Es fühlt sich leicht an, diesen Post mit euch zu teilen und von Wahlen zu sprechen.

Eine Wahl zu treffen kann sich schwer anfühlen, ist aber im Grunde immer leicht.
Eine Wahl zu treffen kann die Wahl für dich selbst sein, wenn du es wählst.

Ich muss meine Vergangenheit nicht verlieren. UND es ist möglich, sie als das anzuerkennen, was sie war und ist und bewusst im JETZT zu sein und sich nicht davon beeinflussen zu lassen.

Nach der Nacht kommt der Tag. Nach der Dunkelheit kommt das Licht.
Wir sind jetzt. Wir sind wir. Wir sind frei. Es ist eine Wahl.


Alles Liebe für euch,
Feli



Dienstag, 8. Dezember 2015

Leichtigkeit



Was wäre, wenn alles im Leben eine WAHL wäre?

Was wäre, wenn du heute wählst, dass HEUTE ist?

Was wäre, wenn du deine Vergangenheit AKZEPTIERST, als das, was sie ist?

Was wäre, wenn du heute beschließt, DICH zu wählen?

Was wäre, wenn die Meinung der anderen Menschen egal wäre, weil du DU bist?

Was wäre, wenn heute, der 08. Dezember 2015, der Tag ist, an dem du NEU startest?

Was wäre, wenn du jede SEKUNDE neu dich selbst wählen kannst?

Was wäre, wenn dein SEIN schon ausreicht?

Was wäre, wenn du GERNE bist?

...


Sonntag, 20. September 2015

But you and I know what this world can do




Feli:
"Ach Liebes. Egal was passiert: Wir sind frei. Einfach frei. Was könnte schon passieren, das uns zerstört, solange wir frei sind. Und wir haben so liebe Menschen in unserer Nähe, die uns ans Atmen erinnern, wenn wir es vergessen.
Und wir schaffen es jeden Tag, aufzustehen, zu atmen, selbstständig zu sein. Wir lassen uns nach jedem Rückschlag selbst auferstehen und kommen zurecht. Wer hätte das jemals 2011 gedacht."

Ja:
"Oh...danke. Danke für diese Erinnerung. Und du hast Recht! Du hast so Recht. Ich vergesse es oft."

Feli:
"Du erinnerst mich durch deine Art auch immer wieder daran. Ich bin so dankbar."




Gi:
"Fühl dich geborgen, beschützt... Wir sorgen für dich!!
Du bist lieb. Weißt du eigentlich, wie sehr DU andere Menschen bereicherst? Sogar durch deinen Schmerz. Der macht dich so empathisch. Du spürst förmlich in andere Herzen und Seelen hinein und gibst ihnen Zartheit und Wärme zurück. :* "




Feli:
"Du bist nicht alleine.
Du bist ein wunderbarer Mensch.
Du kannst Alles schaffen, was du dir vornimmst."

Ni:
"Ich kann nicht sagen, wie gut mir das tut, das zu lesen. Du hast meine Zeit so wunderbar gemacht. Ich liebe dich so viel... Ich werde das immer und immer wieder lesen, so dass ich nicht vergesse. KUSS!!!!!!"

.
.
.


Menschen in meinem Leben sind
Menschen in meinem Herzen sind
Menschen auf meinem Weg sind
Menschen, die meine Welt bedeuten.


... ich bin so unendlich dankbar.

Freitag, 17. Juli 2015

Und



Ich habe einen besonderen Menschen gebeten, mir spontan ein Wort zu schreiben.
Er schrieb "und".

UND

U
N
D

U
  N
    D

So ein kleines Wort. Und es sagt so viel aus.

Die Welt ist schwarz. Und weiß.
Das Leben ist schwierig. Und schön.
Der Kampf ist anstrengend. Und erfolgreich.
Die Freiheit ist unerreichbar. Und doch so nah.

Ich glaube, es gibt nicht nur die Seite, die wir im Moment empfinden, sondern es gibt mehr.
Egal, wie tief der Abgrund scheint.
Egal, wie steil die Hänge sind.
Egal, wie weit der Weg ist...


... wir sind da. UND wir sind lebendig.

UND darauf können wir stolz sein.

Dienstag, 26. Mai 2015

Freiheit ist nicht nur ein Wort;






Vielleicht sind wir Alle viel freier, als wir denken?

DIE GEDANKEN SIND FREI.
Wir müssen uns nicht von ihnen oder von anderen Lebewesen manipulieren lassen.
Denn wir sind stark genug, selbst zu denken, uns eine Meinung zu bilden.
Kein Gitter kann uns halten, wenn wir uns daran erinnern, wo der Schlüssel liegt, an ihn heran kommen (dabei ist Hilfe erlaubt) und uns dann mit einem Gefühl des Triumphes selbst befreien.

Wir sind es wert. Ich. Du.

Wir sind frei.

F.
R.
E.
I.


Und das ist so wunderbar, dass ich tanzen und springen und singen möchte.
Und ich tu's, denn ich bin frei (:

Montag, 4. Mai 2015

Leben ist jetzt, Leben ist hier.




Somebody tell me
Have I just wasted a lifetime?
Show me some hope
God it's so cold
Throw me a lifeline
(Anastacia)



In Gedanken werfe ich euch Allen ein Seil zu, damit ihr euch aus den Erinnerungen, den negativen Gefühlen und allem Belastenden herausziehen könnt.
Ihr könnt das schaffen, daran glaube ich fest.



Wir können jetzt LEBEN, wenn wir wollen.
Im grünen Gras liegen.
Die Halme unter unseren Händen spüren.
Fühlen.
Mit dem Boden verankern.
Wir sind hier.
Gänseblümchen schwanken im Wind.
Sie richten sich immer wieder auf.
Genau wie wir.
Der Sturm wirft uns manchmal um.
Wir stehen wieder auf.
Musik hören.
Auf den Tönen davon schweben.
Ohne sich selbst zu verlieren.
Sanft umarmen lassen von Melodien.
Die Sonne kitzelt an der Nase.
Die Wimpern schimmern beim Hochgucken.
Den Vögeln lauschen.
Mit ihnen ein Lied summen.
Die Erde trägt uns.
Wir sind es wert,
Atmen.
Wir sind lebendig.
Wir sind.
Und das ist gut so.



Sonntag, 5. April 2015

Osterspuren



"Wenn einer im Dunkeln nicht verstummt,
sondern das Lied der Hoffnung summt,
um Totenstille zu überwinden..
Da kannst du Osterspuren finden."

(Reinhard Bäcker)




Ihr Lieben.
Manchmal ist da der Impuls, alles hinzuschmeißen. Aufzugeben. Loszulassen.
Und dann?
Dann gibt es irgendwas. Eine Kleinigkeit. Eine Erinnerung. Ein Zeichen.
Irgendetwas, das uns hält.
Vielleicht hat jeder einen anderen Halt. Vielleicht wissen wir manchmal gar nicht, was uns hält.
Aber es ist da. Wir sollten es nicht leugnen.
Irgendwo in uns versteckt ist ein Funke, ein leises Glimmen, vielleicht sogar ein großes Feuer.
Es sagt uns: Bleib da. Bleib du. Und es wird besser werden.





*Impulsfrage

Dienstag, 31. März 2015

Für Emma*



Ach und könnt' ich doch
Nur ein einz'ges Mal
Die Uhren rückwärts dreh'n
Denn wie viel von dem,
was ich heute weiß,
hätt' ich lieber nie geseh'n

[...]

Dein Leben dreht sich nur im Kreis
So voll von weggeworf'ner Zeit

Und deine Träume schiebst du endlos vor dir her
Du willst doch leben irgendwann,

doch wenn nicht heute, wann denn dann?
Denn irgendwann ist auch ein Traum zu lange her


Immer vorwärts, Schritt um Schritt
Es geht kein Weg zurück
Was jetzt ist, wird nie mehr ungescheh'n
Die Zeit läuft uns davon
Was getan ist, ist getan
Was jetzt ist, wird nie mehr so gescheh'n


https://www.youtube.com/watch?v=icUC32-0WuY



* und Alle, die sich angesprochen fühlen möchten.

Donnerstag, 12. März 2015

Spontane Kreativität


Vorhin sollte ich während einer Gruppenarbeit einen Teil meiner Lebenslinie kreativ darstellen.

Oh nein, dachte ich.
Ich kann doch nicht spontan kreativ sein, dachte ich.






... schrieb ich.


Donnerstag, 5. März 2015

"At the beginning"



Ka.. :
Es ist unglaublich, wie gut es mir tut, eine Aufgabe zu haben und mein Köpfchen anzustrengen. [...] Ich bin so glücklich über dieses Praktikum. Oh Mann, ich kann es kaum fassen, wie positiv ich mich in den letzten Wochen verändert habe. [...] Ich hätte NIE gedacht, dass ich irgendwann in ein 'normales' Leben zurück finde. Seit wir uns das letzte Mal gesehen haben, hat sich so viel verändert. Und ich würde das alles gern mit dir teilen. Du hast mich so lange begleitet und als Dank möchte ich dich daran teilhaben lassen, wie gut es jetzt läuft.
[...]
Ich hab grad ein bisschen Sorge, dass ich dich mit meinen positiven Emotionen überflute. Ich mein, du kennst mich ja als jemand, der von einer Krise in die Nächste schlittert. Überfordere ich dich gerade? Ich teile das alles, was so gut läuft, gern mit wichtigen Menschen. Also, mit dir. Ich würde dir auch gern was davon abgeben. [...]
Fühl dich in den Arm genommen! 



Meine Antwort:
Oh meine tollste [...]. Ich bin glücklich über deine Nachricht und kann es kaum fassen, wie stark die Veränderung ist. Das ist so erstaunlich und ich hätte nicht damit gerechnet. Wie wunderbar es ist, dass du arbeiten kannst, dass es dir Spaß macht, dich mit Zuversicht füllt und dir das Gefühl gibt, gebraucht zu werden.
Das ist.. mir fehlen die Worte.
Ich freue mich so für dich  So so sehr.
[...]
Früher wärst du daran gescheitert, dass die Situation mit xx so schlecht ist und jetzt suchst du nach einem Kompromiss und gehst auf Nebenwegen und rennst nicht mit aller Kraft zur Hauptstraße.
Das ist so genial unglaublich toll.
Ich bin so froh, SO FROH! Für dich, für mich, für uns.
Denn jetzt haben wir wieder eine Zukunft 

Ich habe nicht mehr daran geglaubt, habe jederzeit mit deinem Tod gerechnet. Und auch jetzt habe ich noch Angst, dass es "nur" eine Phase ist. Es macht mich traurig, das Alles, und gleichzeitig glücklich.
Aber ich möchte an uns glauben, ich möchte dir schreiben können ohne Sorge, dass es meine letzten Worte an dich sind, die du lesen kannst und ich möchte dich sehen, wenn wir uns sehen und nicht ein zitterndes, schwaches Spiegelbild deiner Selbst, das jederzeit zusammenbrechen könnte.

Erinnerst du dich an eine Sms, die du mir einmal schriebst? Dass es STÄRKE ist, um Hilfe zu bitten und nicht alles alleine durchzustehen, wenn man nicht mehr kann und dass ich diese Stärke besitze und nicht leugnen soll. Das Gleiche möchte ich dir jetzt sagen:
Du hast die Kraft und die Stärke, dein Leben zu einem Leben und nicht bloß einem Existieren zu machen. Du kannst dich der Sonne zuwenden und du kannst jederzeit den Weg aus dem Sumpf finden. Denn da stehen liebe Menschen auf dem Steg, die dir die Richtung weisen, sie haben dich all die lange Zeit nicht aufgegeben. Und es ist okay, wenn du Angst vor dem Krokodil im Sumpf hast, denn es hat dir lange Zeit großen Schrecken eingejagt und viel Vertrauen zerstört. Aber nun verliert es nach und nach seine Zähne und kann dir nichts mehr tun. Es ist wichtig, dass du das nicht vergisst.

Liebste, ich danke dir für deine Sorge und dein Mitgefühl. Ja, ich schwanke zwischen einem Gefühl von tiefer Traurigkeit und Glück. Traurigkeit, weil ich an so viele Situationen erinnert werde, in denen ich vor Sorge und Angst außer mir war, das ist nicht leicht zu vergessen und ich habe auch jetzt noch Angst, dass du wieder abrutschst. Und Glück, weil es mich gerade unter Tränen lächeln lässt, dass dein Herz noch schlägt, dass du mir etwas so Euphorisches und Lebensfrohes schreibst und dass die Chance besteht, dir noch mindestens einmal freudestrahlend in die Arme zu fallen.
Weil in deinem Arm sein immer wieder ein Stück Heimat bedeutet und weil mein Herz immer noch deinen Namen trägt 



                      



Es gibt einen Weg aus den schlimmsten Situationen heraus.
Wie ihr hier lesen könnt.
Ich bin so dankbar.


Dazu passend die nächste Impulsfrage (:


Mittwoch, 25. Februar 2015

Eine Hand fängt dich auf





Viele von uns haben Albträume.
Das Gefühl, zu fallen und zu fallen und dann erschreckt hochzuzucken.
Schreckliche Bilder, die so real scheinen, verwirrtes Blinzeln, was ist Wirklichkeit und was sind Reste des Traums, blindes Tasten nach der Gegenwart, wer hält uns bloß?
Wer hält uns bloß, bevor wir auf dem Boden aufkommen? Und womöglich nie wieder aus unserem Kerker dort unten herauskommen?

.
.
.

Eine/n gibt es, der uns hält. Vielleicht sind wir ihr oder ihm noch nicht begegnet, aber mindestens ein Lebewesen auf der Welt möchte uns auffangen, bevor wir aufprallen.

"Ich bin für dich da."
"Meine Hände halten deine Hände."
"Spürst du, wie ich dich beschützend und geborgen halte?"





Vielleicht hattest wir als Kind manchmal Angst, was passiert, wenn Gott es nicht will.
Vielleicht wollten Menschen uns einreden, dass Gott es nicht will, wenn wir uns nicht auf eine bestimmte Art verhalten.

Vielleicht bitten wir Gott heute manchmal selbst darum, dass er nicht will, dass wir geweckt werden.
Vielleicht glauben wir nicht an Gott und wünschen uns trotzdem, dass wir nicht wieder aufwachen.

.
.
.

Die Nacht hat nur so viel Schrecken, wie wir bereit sind, ihr zuzugestehen.




In Gedanken singe ich das Lied für euch. Ihr sollt behütet sein.
Alles Liebe.


*Detlef Jöcker

Donnerstag, 19. Februar 2015

Kann Angst über Brücken gehen?


"Wir überqueren Brücken und verbrennen sie hinter uns und haben nichts vorzuweisen außer der Erinnerung an den beißenden Rauch und der Ahnung, dass unsere Augen voller Tränen standen." *





Manchmal lähmt Angst.
Man steht auf der Brücke, hat mutig den ersten Schritt gemacht und dann geht es nicht mehr weiter. Das dunkle Loch am Ende sieht gruselig aus, es ist unbekannt und wirkt gefährlich.
Der Sturm pfeift um die Ohren, Blätter wirbeln herum, schwankt die Brücke sogar ein wenig?
Wenn man jetzt weiter geht, passiert bestimmt etwas Schreckliches, oder?
Im Dunkeln wartet das Böse, ist es nicht immer so?


...


Vielleicht hilft ein leises Lied, das Hoffnung schenkt.
Vielleicht hilft ein liebes Wort, das Zuversicht verbreitet.
Vielleicht hilft ein vertrauter Mensch, der geduldig an unserer Seite bleibt.
Und vielleicht kommt es auf die Art an, wie wir die Brücke überqueren wollen.


...


Ich glaube, Angst kann nicht über Brücken gehen.
Aber wir - wir können zu anderen Ufern hinüber tanzen und die Angst stehen lassen.





* Tom Stoppard

Donnerstag, 12. Februar 2015

Ich bin nur heute



Leben wir in der Gegenwart, in der Vergangenheit oder in der Zukunft?
Wenn wir die Wahl hätten, was würden wir wählen?
Ist es möglich, das Leben im Hier und Jetzt zu leben, wirklich angekommen zu sein im Augenblick?
Ist es wichtiger, den Moment zu leben oder so zu leben, wie Andere es erwarten?
Ist es lebenswert, wir selbst zu sein?





Hier kann man das Lied anhören:
*Ich bin nur heute* (Rolf Zuckowski, Wolfram Eicke, Hans Niehaus)


Passend dazu die nächste Impulsfrage:




Alles Liebe an euch.

Montag, 2. Februar 2015

Für Anna


Mit der Traurigkeit in sich selbst ankommen...
... das ist einfach eine wunderschöne Aussage. 

Ich denke grade an einen schwarzen Schmetterling, der sich als Träne aus meinem traurigen Auge fallen lässt. Er fliegt hoch, weit weg und die Traurigkeit wird dadurch immer weiter verdrängt.
Ich fliege mit ihm, schwebe über meinen Gefühlen, dränge sie weg und gestehe sie mir nicht ein.
Der Schmetterling wird immer schwächer und irgendwann fällt er ins Nichts.
Ich irre durch die Straßen, ähnlich schwach wie der Schmetterling und suche nach mir selbst, doch da ist nichts zu finden, nur verdrängte Gefühle, benommene Existenz, fliehende Erinnerung.
Aber eines Tages stolpere ich, falle hin und bleibe liegen. Lange Zeit. Ich schließe die Augen und gebe mich der Dunkelheit hin.
Als ich die Augen nach einigen Schneestürmen, Lawinen und Tornados wieder öffne, liegt direkt vor mir der Schmetterling. Sein einer Flügel ist gebrochen, seine Fühler zittern schwach im Wind und seine Farben sind verblasst.
Langsam setze ich mich auf, schaue den Schmetterling eine Weile an und nehme ihn dann behutsam in meine Hand. Er schaut nicht zu mir, er ist geknickt, beinahe zerbrochen. Ich lege schützend meine andere Hand über ihn, damit er nicht fort geweht wird und verharre in dieser Position.
Es vergehen Stunden und Tage. Ich schütze ihn vor Wind und Wetter und reiche ihm Regenwasser aus der Pfütze, in der ich knie.
Nach einiger Zeit spüre ich, wie sich der Schmetterling auf meiner Hand bewegt. Ein vorsichtiges Spannen der Flügel.
Ich sehe ihn an. Liebevoll, achtsam.
Ein Schaudern durchläuft seinen hauchzarten Körper, ein erneutes Zucken der Flügel zeigt mir, dass sein kaputter Flügel verheilt ist.
Und während der Schmetterling mir zaghaft seine lebensflammenden Augen zuwendet, gewinnt er all seine verlorenen Farben zurück und ich weiß
- wir sind für immer vereint, zusammen als Gefährten auf dem Weg Richtung Heimat.

Sonntag, 25. Januar 2015

Ausgetrickst


Es scheint so einfach, so vertraut.
Immer die gleichen Pfade wählen.
Immer dort lang laufen, wo der Schnee schon weg geschippt wurde.
Immer dafür entscheiden, was im allerersten Moment sinnvoll erscheint.


"Gut, Person X. Wir bieten Ihnen eine 500 - prozentige Lebensqualitäterhöhung an. Verbunden mit der Teilhaberschaft an unserem Therapeutenteam. Oooooder diesen Magerquark/diese Klinge/diesen Selbsttrigger/diese Nichtbereitschaftsichhelfenzulassen, ..."


.
.
.


Vielleicht ist es an der Zeit, sich zu überlegen, was man wirklich, langfristig, wohlüberlegt (erreichen) will.




Donnerstag, 22. Januar 2015

Du fliegst nicht alleine;


https://www.youtube.com/watch?v=zz3QjODaw1c

(Wir könnten uns wehren
  wir beide, du und ich.
  Doch die Wahrheit ist:
  Wir tun es nicht.)

Und ich laufe, ich laufe davon.
Ich laufe, so schnell und so weit ich kann.
Und erst wenn ich nichts mehr spüren kann
...komm ich an.


...

Komme ich an, wenn ich nichts mehr spüre?
Jahrelang habe ich es gedacht. Lieblingslied in der Klinikzeit.

Ich kann meine Vergangenheit nicht abhängen. 
Sie überholt mich, stellt mir ein Beinchen und lacht mich aus, wenn ich am Boden liege.
Also muss ich sie austricksen.
Mir bewusst machen, welche Momente es gab, in denen ich mich geborgen und sicher gefühlt habe.
Es gab sie, ganz bestimmt.
Irgendwann...




Innehalten. Pause machen. Ankommen.
Es geht immer irgendwie weiter danach.

...

https://www.youtube.com/watch?v=VdbZpDT3ZuE

Lord I'm in the dark
Seems to me the line is dead when I come calling
No one there, the sky is falling
Lord I need to know
My mind is playing games again
You're right where you have always been

Take me back to you, the place that I once knew
As a little child costantly the eyes of God watched over me
Oh I want to be in the place that I once knew
As a little child fall into the bed of faith prepared for me
I will rest in you, I will rest in you, I will rest in you

Tell me I'm a fool, tell me that you love me for the fool I am
And comfort me like only you can
Tell me there's a place
where I can feel your breath like sweet caresses on my face again

Take me back to you, the place that I once knew
As a little child constantly the eyes of God watched over me
Oh I want to be in the place that I once knew
As a little child fall into the bed of faith prepared for me
I will rest in you, I will rest in you, I will rest in you



*An Gott zu glauben ist nicht wichtig, um diesen Text auf sich anwenden zu können.
Es gibt ein Lebewesen, das uns annimmt, wie wir sind, das uns einen sicheren Schlafplatz bereiten, die bösen Gedanken von uns nehmen und uns mit einer süßen Umarmung ins Leben zurück holen würde.
Ein Gute-Nacht-Segen für all diese Lebewesen ♥

Montag, 12. Januar 2015

Das Krokodil im Sumpf

"Du bist im Sumpf, fällst immer wieder in Wasserlöcher und sinkst ein. Aber du bist stark genug, den Pfad nach draußen zu finden. Ich glaube an dich, dass du das schaffst. Das Krokodil, das den Sumpf beherrscht, holt dich immer wieder ein, das ist schrecklich und ich verstehe, wie viel Angst es dir macht. Aber bedenke: Nach so vielen Jahren hat es all seine Zähne verloren und kann dir nichts mehr anhaben außer dem Schrecken seines Daseins."

So ist es.
Ich teile es jetzt, damit Viele davon profitieren können. Die Angst ist da, sie ist auch erlaubt, aber nicht immer berechtigt. Wir sind stärker und kampfbereiter, als wir denken.


...
Danke, Peedledee, für diese wahren Worte (: <3

Dienstag, 30. Dezember 2014

Someone special

Jeder Mensch ist.
Aber nicht jeder Mensch soll sein.
Ihr seid besonders, speziell, eigenartig. Positiv (gemeint).
Wir sind es.
Wir alle haben Dinge erlebt, die wir nicht (üb)erleben wollten. Aber es ist passiert.
Wir leben.
Auch, wenn die Schwärze uns an den Knöcheln festhält, sodass wir nicht aus dem Loch herausklettern können.
Wir leben.
Auch, wenn die (verloren gegangene) Seele schreit und wimmert und uns anfleht, diese Welt zu verlassen.
Wir leben.
Auch, wenn wir in Einsamkeit ertrinken, während um uns herum die Menschen mit uns weitergehen und nicht bemerken, dass wir uns immer wieder überlegen, ob sich ein weiterer Schritt lohnt.
Wir leben.
Das ist unsere Entscheidung.
Und darauf können wir stolz sein.